Käfer im Spargelbeet – Spargel am Teller

Beim Kontrollgang durch meine jungen Spargelpflänzchen habe ich kürzlich einige kleine unscheinbare aber unerwünschte Besucher entdeckt: das Gemeine Spargelhähnchen. Niedlicher Name, denk ich mir und recherchiere erst einmal. Diese kleinen Käfer sehen auf den ersten Blick vielleicht hübsch aus – mit ihrem rot-schwarz-weißen Muster – könnten aber an meinem Spargel für größere Probleme sorgen – wenn ich nicht rechtzeitig drauf schau, dass sie verschwinden. Zumindest muss ich sie reduzieren, so gut es geht.

Was gibt es Interessantes über diese Hähnchen zu schreiben?

Die Käfer sind etwa 5 bis 6,5 Millimeter groß, haben auffällig gemusterte Flügeldecken. Typisch sind die drei hellen Flecken auf den Flügeln – wobei diese von Käfer zu Käfer unterschiedlich aussehen können. Manche Exemplare haben verschmolzene Flecken oder mehr Schwarzanteil.

Lebensweise und mögliche Schäden

Sowohl die Käfer als auch ihre Larven ernähren sich von den Blättern und Trieben der Spargelpflanzen. Besonders Jungpflanzen, wie meine, können durch den Fraß geschwächt werden. Zum Glück habe ich bisher keine sichtbaren Schäden festgestellt – aber ich habe die Käfer vorsorglich entfernt, um Schlimmeres zu verhindern.Dazu habe ich sie in einen Kübel mit Wasser gebeutelt. Mit Neemöl versetzt sterben sie darin schnell. 

Die Tiere sind von April bis September aktiv. Sie legen ihre Eier direkt an den Spargelstängeln ab. Aus ihnen schlüpfen später Larven, die sich im Boden verpuppen. Die neue Käfergeneration überwintert meist gut versteckt unter Laub, Rinde oder in alten Spargelstängeln – ein Grund mehr, das Beet im Herbst gründlich zu säubern.

Spargel, bereits beim Auswachsen

Was kann man tun?

Wenn du das Gemeine Spargelhähnchen entdeckst:

  • Frühzeitig absammeln – wie ich es gemacht habe, besonders bei kleinen Beständen.
  • Beete sauber halten – Laub und Pflanzenreste im Herbst entfernen, um den Käfern keine Winterquartiere zu bieten.

Aus dem Beet auf den Teller: Veganes, histaminarmes Spargelrisotto

Nach der Gartenarbeit geht’s in die Küche  – und was wäre jetzt passender als ein feines Spargelgericht? Ich habe ein ganz einfaches, veganes und histaminarmes Spargelrisotto gekocht – ganz ohne komplizierte Zutaten oder lange Kochzeiten. Ich verwende meinen grünen Spargel aus dem Garten, aber auch weißer Spargel ist natürlich geeignet. Manche der Spargelstangen schaffen es nicht mal in die Küche, denn Spargel lässt sich auch roh genießen. Ich verkoste meine Stangen öfters gleich nach der Ernte noch im Garten. Da in unserem Beet geschätzte dreißig erst 1-3 jährige Pflanzen wachsen, können wir zwar nicht von allen Pflanzen gleichermaßen ernten, aber für ein Risotto ist immer genug da.

Grüner Spargel

Und so geht’s:

  • Eine kleine Zwiebel schälen, fein schneiden und in etwas Rapsöl glasig dünsten.
  • Risottoreis hinzufügen und kurz im Öl mitrösten.
  • Nach und nach mit Gemüsebrühe aufgießen und immer wieder umrühren.
  • Nach ca. 15 Minuten den klein geschnittenen grünen Spargel und die zarten Spargelköpfchen dazugeben.
  • Weiter garen und bei Bedarf Brühe nachgießen – dabei regelmäßig rühren.
  • Nach Geschmack mit etwas Salz abschmecken.
  • Zum Schluss mit veganer Sahne (z. B. Oatly) und veganem Schafkäse (z. B. Violife „Greek White“) verfeinern.

Ein cremiges, leichtes Gericht – perfekt für alle, die saisonal, pflanzlich und auch histamin-verträglich genießen möchten.

Spargelrisotto


Ob im Beet oder auf dem Teller – Spargel ist für mich ein echtes Frühlingshighlight. Mit ein bisschen Aufmerksamkeit lassen sich Schädlinge wie das Spargelhähnchen im Zaum halten. Und mit einem Spargelrisotto verwöhne ich mich nach der anstrengenden Gartenarbeit!

Bis zum nächsten Mal!

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