🌿 Anti-Juck: Kräutersalbe DIY


Letzten Sommer habe ich eine selbstgemachte Kräutersalbe ausprobiert – und sie war super! Sie half uns – vor allem mein Mann schwört auf die Wirkung – wunderbar gegen Juckreiz nach Insektenstichen. Sie war angenehm streichfähig, gut verträglich und wurde viel genutzt. Jetzt habe ich sie wieder hergestellt – mit ein paar Erfahrungen mehr, die ich gerne mit dir teile.
🔸 Wichtig vorab:
 Ich habe in diesem Rezept Bienenwachs verwendet, weil ich es noch im Haus hatte. Es ist übrig geblieben von Wachsbildern die ich vor zig Jahren gemacht habe. Kaufen würde ich es nicht mehr, da es nicht vegan ist.
 Es gibt gute Alternativen wie Sheabutter, Kakaobutter, Carnaubawachs oder Candelillawachs – diese kannst du ebenso für deine Salbe nutzen.

🌸 Kräuter – beruhigend & bewährt
In meinem Rezept sind vier altbewährte Heilpflanzen enthalten:

  • Spitzwegerich (juckreizstillend, antibakteriell)

  • Kamille (entzündungshemmend, beruhigend)

  • Ringelblume (wundheilend, regenerierend)

  • Lavendel (duftend, antiseptisch, entspannend)


So habe ich den Kräuterauszug gemacht:
Den Ölauszug habe ich dieses Mal warm angesetzt:

  1. Ich habe die klein geschnittenen Blätter und Blüten in ein sauberes 500-ml-Gurkenglas gefüllt – ordentlich gestopft, damit möglichst viele Wirkstoffe ins Öl übergehen.
  2. Das Kräuterglas mit einer Mischung aus Raps- und Olivenöl aufgefüllt, sodass alles bedeckt war.

  3. Das Glas etwa 1 Stunde auf kleiner Flamme im Wasserbad ziehen lassen. Danach habe ich das Öl noch auf dem ausgeschalteten Herd langsam abkühlen lassen – so konnten die Kräuter in Ruhe weiter ausziehen.


Mein Rezept für ca. 350 g Salbe
Zutaten:

  • 312 g Kräuteröl (aus dem warmen Auszug)

  • 30 g Bienenwachs (s. Hinweis oben – ersetzbar!)

  • 4 Tropfen ätherisches Rosmarinöl (konservierend, durchblutungsfördernd)

  • 2 Tropfen ätherisches Teebaumöl (entzündungshemmend, antibakteriell)


🥣 So wird die Salbe gemacht:

  1. Das Bienenwachs im Wasserbad langsam schmelzen.

  2. Dann das gefilterte Kräuteröl hinzufügen.
Hinweis aus meiner Erfahrung:
Ich hatte das Öl inzwischen erkalten lassen – dadurch ist das Wachs wieder hart geworden. Nicht schlimm, es schmilzt im Wasserbad schnell wieder, aber nächstes Mal würde ich das Öl vorher leicht anwärmen, damit alles direkt flüssig bleibt.

  3. Wenn alles gleichmäßig flüssig ist: vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen (auf ca. 40 °C).

  4. Jetzt die ätherischen Öle einrühren.

  5. In saubere Glastiegel füllen, abkühlen lassen und erst dann verschließen (damit sich kein Kondenswasser bildet).


✅ Wirkung & Anwendung
Die Salbe ist sanft, gut verträglich und wirkt bei uns wirklich spürbar juckreizstillend – bei Mückenstichen, kleinen Hautreizungen oder Kratzstellen. Die Mischung aus Spitzwegerich, Kamille, Ringelblume und Lavendel hat sich als wahres Hautwunder erwiesen – und sie riecht angenehm krautig-blumig.

🧊 Haltbarkeit & Aufbewahrung

  • Ohne Konservierungsstoffe ca. 6–9 Monate haltbar

  • Am besten im Kühlschrank aufbewahren – so bleibt sie deutlich länger frisch

  • Unsere Salbe vom letzten Jahr war nach gut einem Jahr ungekühlt leider ranzig geworden.
→ Daher: kleinere Mengen herstellen oder verschenken


🎁 Tipp zum Schluss: Verschenken!
Die Salbe eignet sich wunderbar als kleines DIY-Geschenk – hübsch abgefüllt in kleine Gläser, vielleicht mit selbst gemachtem Etikett. Ich verschenke dieses Mal einen Teil an meine Familie – Naturpflege aus dem eigenen Vorrat!

Bis zum nächsten Mal!

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