Kreislaufwirtschaft

💰Die Konsumwelt macht es uns nicht leicht.

Überall blinkt es, ruft wer und verspricht, das wir das wirklich dringend brauchen.
 Gerade im November, wenn der Black Friday heftig beworben wird, fühlt es sich für mich manchmal an, als würde ich gegen eine Werbewelle anschreien, die stärker ist als meine Vernunft. Und doch – ich kann was tun, ich wehre mich. Ich versuch es immer wieder, manchmal gelingt es mir auch, ein anderes mal bestelle oder kaufe ich doch wieder etwas.

🌱 Kreislaufwirtschaft ist kein Trend – sie ist ein anderes Lebensgefühl
In der Psychologie spricht man oft über Gewohnheiten, Automatismen und über den Moment, in dem wir uns entscheiden, etwas bewusst zu tun.
 Genau in diesem „bewussten Moment“ beginnt Kreislaufwirtschaft. Sie bedeutet nicht nur, Dinge im Kreislauf zu halten – durch Reparieren, Wiederverwenden, Upcyceln oder Weitergeben.
 Sie bedeutet auch, einen neuen Blick auf unseren Besitz zu entwickeln:
 Einen liebevolleren, achtsameren, entschleunigten Blick auf das was wir haben oder wollen.
Denn jedes Ding, das wir nicht kaufen oder nicht wegwerfen sondern weiterdenken, macht unser Leben leichter.
 Und gleichzeitig ein bisschen reicher.

♻️ Upcycling – Kreativität, die mich glücklich macht
Es hat etwas Erstaunliches, wenn aus einem alten Karton eine Geschenkbox wird, wenn aus einem kaputten Kleid ein Einkaufsbeutel wird.
 Oder wenn ich Papier, Schnur, Stoffreste und Gläser anderweitig verwenden kann.
Psychologisch gesehen ist Upcycling ein kleiner Triumph:
 Ich erschaffe etwas, gebe Dingen die für andere wertlos geworden sind wieder einen Wert. Ich entwickle Fähigkeiten und spüre Selbstwirksamkeit.
Und ja – ich habe auch einfach Spaß damit. Das ist ein Punkt, der oft unterschätzt wird: Kreislaufwirtschaft macht Freude, sie inspiriert.


Plastiksackerl werden gewaschen und getrocknet


🌸 Weniger konsumieren heißt nicht verzichten – es heißt klüger genießen
Viele Menschen fürchten, dass Kreislaufwirtschaft etwas Strenges sei: ein „Du darfst nicht“, ein „Schäm dich so viel zu kaufen“, ein „Sei vernünftiger“.
Aus psychologischer Sicht ist Verzicht selten nachhaltig – stattdessen funktioniert Bereicherung viel besser.
Wenn wir verstehen, dass die Freude am schnellen Kauf oft nur wenige Stunden anhält, dass die Werbebotschaften nicht unsere Bedürfnisse widerspiegeln, sondern nur die Verkaufsziele der Hersteller und Geschäfte, dann entsteht Raum für etwas anderes: für echten Genuss und bewusste Entscheidungen.
 Für weniger Dinge – aber besser gewählte, für Dinge und Materialien, die repariert werden können und Gegenstände, die im Kreislauf bleiben dürfen. 
Für Qualität statt Quantität.

✨Circular Monday – ein Moment zum Durchatmen
Der Circular Monday am 24.11.2025 lädt uns ein, kurz stehenzubleiben. Nicht im Sinne von: „Du musst alles perfekt machen.“ Sondern: „Schau hin. Denk nach. Spür in dich hinein.“ Was brauche ich wirklich? Was macht mich langfristig glücklich? Und was könnte ich neu denken – statt neu kaufen?
Dieser Moment der Reflexion ist ein kleines psychologisches Detox:
 ein Ausstieg aus alten Konsummustern, ein sanfter Einstieg in bewusstes Handeln.

💚Wir sind nie perfekt – aber wir können immer bewusster werden
Es geht nicht darum, alles richtig zu machen. Es geht darum, Schritte zu setzen, Dinge zu hinterfragen.
 Sich zu bilden, zu informieren, zu wachsen. Und vielleicht – ganz nebenbei – zu merken, wie gut es tut, wenn man wieder die Kontrolle über die eigenen Entscheidungen gewinnt.
Wie befreiend es ist, sich dem Konsumdruck nicht ausgeliefert zu fühlen. Wie stärkend es ist, wenn man beginnt, selbst zu gestalten.

🌿Fazit: Kreislaufwirtschaft beginnt im Kopf – und schenkt uns Ruhe
Je weniger wir uns vom Außen stressen lassen, desto klarer hören wir das Innen: Unsere Werte, unsere Bedürfnisse und unser Tempo. Die Kreislaufwirtschaft bringt: mehr Achtsamkeit, mehr Kreativität, mehr Freiheit und weniger Ballast. Und vielleicht sparen wir sogar Geld, auch das ist willkommen.

Bald beginnt der Advent und bevor wir dreimal schauen können ist Weihnachten. Wie geht es euch damit? Freut euch der Einkaufsstress? Macht ihr Geschenke selber? Lasst mich wissen was ihr denkt.

Bis zum nächsten Mal!

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