Zwei Igel kommen zur Untermiete

Es gibt Tage, an denen ich die Chance bekomme, etwas Gutes zu tun – etwas, das einen feinen, kleinen Unterschied macht. Das war gestern der Anruf der Wildtier-Auffangstation in Graz, die mich fragte, ob ich jetzt bereit wäre, einen Igel auszuwildern. Natürlich war ich das!

Wie alles begann

Schon im Herbst hatte ich mich bei der Auffangstation gemeldet, weil ich Auswilderungsplätze für Igel anbieten konnte. Unser Garten ist ideal: ländlich gelegen, mit Unterschlupfmöglichkeiten, ohne stark befahrene Straßen in der Nähe und mit genügend Platz, damit die Igel abwandern können. Gestern kam dann der Anruf – ob ich bereit wäre, einen oder zwei kleine Stachelige bei mir aufzunehmen. Sicherlich, und wie gerne!

Die Auswilderung: Sie finden ein neues Zuhause

Heute war es soweit. Ich bin zur Auffangstation gefahren, um die beiden Igel abzuholen. Eingepackt in sichere Kartons (wichtig, damit sie nicht herausklettern können!), habe ich sie nach Hause gebracht.

An zwei verschiedenen Stellen in unserem Garten habe ich sie dann in die Freiheit entlassen. Mein Mann und ich haben Futter und Wasser bereitgestellt, damit die Kleinen in den ersten Tagen etwas zu fressen finden. 

Warum diese Arbeit so wichtig ist

Die Auffangstation in Graz kümmert sich das ganze Jahr über um verletzte, verwaiste oder hilfsbedürftige Wildtiere – von Igeln über Vögel bis zu kleinen Säugetieren.

Wie du helfen kannst:
📞 Ruf einfach an und frag nach, wie du unterstützen kannst. Die Mitarbeiter:innen sind super nett und erklären dir alles genau.
🌍 Mehr Infos gibt’s auf der Website: www.wildtiere-in-not.at

  • Ab Mai/Juni werden Freiwillige gesucht, die bei der Fütterung der Jungvögel helfen.
  • Wenn du einen geeigneten Platz für Auswilderungen hast, melde dich! Die Station sucht ständig sichere, ländliche Gebiete, in denen Tiere wieder freigelassen werden können.

Was du beachten solltest, wenn du Igel auswildern möchtest

Die Auffangstation sucht Plätze mit folgenden Bedingungen:
Unterschlupfmöglichkeiten (Igelhaus, Asthaufen, Laub)
Zufütterung für die ersten Tage (Katzenfutter, Mehlwürmer)
Abwanderungsmöglichkeiten (kein eingeschlossener Garten!)
Ländliche Gegend (kein Stadtgebiet, keine stark befahrenen Straßen)
Keine Rasenroboter, die nachts fahren (Gefahr für Igel!)
Nicht zu viele Igel im Garten (sonst gibt’s Konkurrenz)

Wenn du einen passenden Platz hast, melde dich einfach bei der Station! Sie schauen sich den Ort an und nehmen dich in die Auswilderungsliste auf.

Kleiner Beitrag – große Wirkung

Es ist  einfach, Gutes zu tun – kann eine Spende sein, ehrenamtliche Hilfe oder das Bereitstellen eines Auswilderungsplatzes. 

Ich freue mich riesig, dass ich zwei Igeln ein neues Zuhause geben konnte. Und wer weiß – vielleicht bleiben sie ja in der Nähe, besuchen uns am Abend und rascheln im Laub !

Hast du schon mal Wildtiere unterstützt? Oder überlegst du, es zu tun? Ich freue mich über deine Erfahrungen! 😊

Bis zum nächsten Mal!

Hinterlasse einen Kommentar