Kantiges Unkrautproblem

Wer einen Garten hat und darin Beete, Bäume Büsche, Stauden oder Blumenrabatten sein eigen nennt, der kennt vielleicht das Problem. Wie schafft die Gärtnerin und der Gärtner diese Gartenbereiche frei von Unkraut zu halten?

So verwachsen schauen meine Beerenbüsche aus, das macht mir keine Freude mehr, denn ich bin für geordnete Unordnung. Wildwuchs soll da wachsen, wo er hingehört, nämlich in eigens dafür ausgewiesenen Bereichen, in den Ecken und am Rand meines Gartens. Genau das erweist sich dann aber als Problem. Denn obwohl ich dem Unkraut, den Gräsern und dem Löwenzahn eindringlich sage, wo die Grenzen sind, irgendwie klappt es trotzdem nicht. Jedes Jahr das Gleiche, es breitet sich aus, das Unkraut. Manches dürfte ja ein bisserl wachsen, Vergissmeinnicht zum Beispiel. Aber was zu viel ist, ist zu viel.

Ich habe einige Möglichkeiten in Betracht gezogen, nur Gift jeglicher Art kommt auf keinen Fall in den Garten. Lass ich das Unkraut wachsen? Dann wächst es aber mitten in den Beerenbüschen und lässt sich schwer entfernen. Mähen geht dann dort auch nicht, dann die Büsche stehen eng beieinander. Und mit dem Elektrotrimmer würde ich vielleicht die frischen Triebe verletzen.

Mulchen wäre eine Möglichkeit. Doch das Mulchmaterial verrottet recht schnell und ich möchte nicht jedes Jahr viel Geld für Mulchmaterial ausgeben. Zudem sind die Ränder der Beete trotz allem verwachsen. Steine und Bretter, um dem Unkrautwuchs Einhalt zu gebieten? Das hat sich als schlechte Option erwiesen. Denn unter den Brettern fühlen sich Wühlmäuse ermutigt, ihre Gänge zu graben und Schnecken lieben es sich darunter zu verkriechen. Zudem ist das Rasenmähen wie ein Hindernisrennen zwischen Steinen und Brettern. Alle diese Möglichkeiten sind also von mir als nicht praktikabel befunden worden.

Was also tun? Ich bin auf Charles Dowdings Youtube-Seite auf das sogenannte „Lawn Edging“ gestoßen. Dazu werden die Ränder mit einem scharfen Werkzeug abgestochen und die Rasenkante hört dort dann auf. Ich habe das vor einiger Zeit schon einmal probiert und nicht weiter gepflegt. Doch nun bin ich wild entschloßen dem Wildwuchs zu zeigen wo es sich nicht breit machen soll.

Das Werkzeug dazu habe ich noch und so habe ich vor ein paar Tagen dem ersten Beet eine Kante gegeben. Es liegt viel Arbeit vor mir, aber ich bin sehr zufrieden mit dem bisherigen Ergebnis. Ich werde im Laufe der kommenden Monate sehen, ob der jetzige Zustand von Dauer ist oder ob die Gräser und Co. still und heimlich von mir unbeobachtet wieder unter meinen Büsche wachsen.

Wie haltet ihr euren Garten in Schuss und eure Beete sauber?

Bis zum nächsten Mal!

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