Was sitzt da auf meinem Komposthaufen?

Der abendliche Rundgang gestern Abend führte mich auch zum Kompostplatz. Natürlich muss ich dort immer kontrollieren, ob sich sehr viele rote Wegschnecken über die Gräser, Blätter und Sonstiges hermachen. Ich versuche seit wir unseren Gemüsegarten angelegt haben, die roten Wegschnecken so einzudämmen, dass sie im Gemüsegarten und den Gewächshäusern keinen großen Schaden anrichten. Abendliches Absammeln gehört zu meinen Maßnahmen. So viel zur Erklärung, warum ich im Dunkeln mit einer Stirnlampe in gebückter Haltung im Garten herumwandere (sehr zum Amüsement meiner Nachbarn 😁).

Ich sehe allabendlich viele Tiere, meist Schnecken, ab und zu Erdkröten, die im Garten tagsüber ein Versteck finden, selten eine Blindschleiche und viele Falter im Garten.

Wo war ich? Ach ja, beim Kompostplatz. Und dort machte ich dieses Mal den Fund einer Raupe, die ich nicht einordnen konnte. Meine nächsten Schritte sind immer die Fotografie und die Recherche, denn ich will wissen, welche Arten sich in unserem Garten wohlfühlen. Es freut mich jedes Mal sehr, wenn ich eine neue Tierart finde und sie auch benennen kann.

Die Suche hat ergeben, dass es eine Grasglucke ist (Euthrix potatoria). Der Falter wird auch „Trinkerin“ genannt, denn die Raupe nimmt regelmäßig Wassertropfen auf. Dieser Falter sieht nicht sehr aufregend aus, doch trotzdem ist es immer interessant zu erfahren, was so ein Schmetterling macht und woher er kommt. Dann erfährt man, dass diese Raupe und der dazu gehörende Falter oft in der Nähe von Gewässern oder in Moorgebieten lebt und nicht gefährdet ist. Die recht große Raupe, sie wird bis 7,5 cm lang, ist mit Borstenhaaren bedeckt, sie können brechen, in dünne Haut eindringen und irritieren, daher sollte man sie – wenn wirklich notwendig, nicht ohne Handschuhe angreifen.

Bis zum nächsten Mal!

Bilder: eigenes Fotos und Wikipedia (Ben Sale und kulacgmx.at)

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