„Fledermausbaby gerettet: Ein einmaliges Erlebnis!“

Wer hatte schon einmal die Möglichkeit, ein Fledermausbaby ganz aus der Nähe zu sehen? 

Vor zwei Wochen wurde mir die Gelegenheit geboten. In der Steiermark gibt es Biolog:innen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, verwaiste oder verletzte Fledermäuse und Babyfledermäuse aufzunehmen, aufzupäppeln und nach erfolgreicher Pflege wieder auszuwildern. So eine Expertin war, wie ich auch, Teilnehmerin eines Seminars und ihr wurde während des Seminars ein verwaistes kleines Fledermausbaby gebracht. Nur ein paar Tage alt, ungefähr ein Gramm schwer, hing es in seiner kleinen Transportbox. 

Fasziniert beobachtete ich das kleine Wesen, wie es mit seinen winzigen Krallen fest und kopfüber am Frottee des Handtuchs hing. Ein Glas mit warmem Wasser unter dem Handtuch hielt die Temperatur auf einem angenehmen Level für das kleine Tierbaby. 

Die Aufzucht einer Fledermaus ist nicht einfach und auch sehr zeitintensiv. Menschen, die es zu Hause selbst versuchen, könnten Keime übertragen, die der Fledermaus schaden. Die Fütterung muss mehrere Monate Tag und Nacht im 2-3 Stundentakt erfolgen. Und die aufwändige Pflege sowie das Auswildern setzen Fachwissen voraus.

Deshalb ist es unbedingt ratsam, im Falle eines Fundes eine der unten angeführten Stellen zu kontaktieren. Auf deren Webseite findet man wertvolle Ratschläge, was am Besten zu tun ist. Einer dieser wichtigen Ratschläge ist es, Fledermäuse nicht ohne Handschuhe oder zumindest mit einem Tuch als Schutz für Mensch und Tier, anzugreifen. 

Durch dieses Erlebnis wollte ich mehr über diese eigenartig anmutenden und doch faszinierendenTiere wissen und bin auf der Seite von Batworld Austria auf folgende Fakten gestoßen:

Wusstest du, dass …

  • Fledermäuse die einzigen Säugetiere sind, die aktiv fliegen können?
  • in Österreich 31 verschiedene Arten heimisch sind?
  • Fledermäuse zu den gefährdetsten und daher streng geschützten Tieren Österreichs zählen?
  • eine einzige Fledermaus pro Nacht bis zu 4.000 Mücken verspeisen kann? Größere Arten jagen auch Käfer und Falter.
  • der Kot von Fledermäusen bis heute als Dünger (Guano) genutzt wird?
  • Fledermäuse überraschend alt werden können und 20 bis 30 Jahre lang leben?
  • die größte Bedrohung durch den Menschen besteht, weil dieser ihre Lebensräume zerstört?

Ich wünsche der kleinen „Maus“ alles Gute, ich hoffe, sie schafft es wieder zurück in die Wildnis.

Bis zum nächsten Mal!

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