Vogelschlag im Glashaus verhindern

Vor einigen Tagen ist etwas passiert, das ich nicht mehr aus dem Kopf bekomme. Eine kleine Meise ist gegen mein Glashaus geflogen, benommen liegen geblieben – und die Nachbarskatze hat sie erwischt. Mir war sofort klar: So etwas darf nicht noch einmal passieren. Eine Lösung wäre eine Folie aussen an den Fenstern anzubringen. Doch das scheint mir einerseits zu auswändig, aber auch zu teuer für zwei Gewächshäuser. Und weil ich keine Folie bestellen möchte, werde ich jetzt eine ganz einfache, kostengünstige und erstaunlich logische Methode ausprobieren: Angelschnur.

Warum Vögel gegen Glas fliegen
Glas ist für Vögel kein sichtbares Hindernis. Entweder sehen sie durch transparente Scheiben einen vermeintlich freien Flugweg oder sie werden von Spiegelungen von Bäumen, Himmel oder Sträuchern in die Irre geführt. Genau das macht ein Glashaus heikel: große Flächen, starke Reflexionen und – in meinem Fall – eine Katze in der Nähe, die benommene Vögel sofort zur Beute macht.

Warum ich mich für Angelschnur entschieden habe
Nach einigem Recherchieren war klar: Angelschnur gehört zu den zuverlässigsten Methoden. Die Schnüre sollen im Abstand von rund zehn Zentimetern angebracht werden und durchbrechen die Spiegelung. Die Glasfläche wirkt dadurch nicht mehr wie ein unsichtbarer Tunnel. Und das Beste: Die Umsetzung ist simpel, günstig und braucht kaum Material. Alte Angelschnur habe ich ohnehin noch daheim.

So werde ich es umsetzen
Benötigt werden: Angelschnur (oder eine andere dünne Nylonschnur), Klebepads oder kleine Haken, Maßband und Schere.
Ich werde Schnüre zuschneiden, die etwas länger sind als die Fensterhöhe. Oben und unten kommen Klebepads oder Haken hin, die Schnüre werden straff gespannt und im Abstand von maximal zehn Zentimetern befestigt.
Sobald ich es angebracht habe, werde ich von außen prüfen, wie sichtbar die Schnüre sind – und natürlich beobachten, wie die Vögel reagieren.

Was besser funktioniert als Aufkleber
Die beliebten Falken-Silhouetten oder UV-Sticker helfen nur bedingt. Vögel fliegen einfach an den Aufklebern vorbei, weil sie die restliche Fläche weiterhin als frei wahrnehmen. Die Schnur-Methode funktioniert laut Vogelschutzstellen deutlich verlässlicher – und genau deshalb möchte ich sie testen.

Zusätzliche Maßnahmen, die ich einplanen werde
Futterstellen mindestens drei Meter entfernt halten, damit Vögel gar nicht erst direkt am Glashaus vorbei müssen. Hohe Pflanzen oder Sträucher vor dem Glas könnten den Anflug bremsen. Doch will ich kein Licht wegnehmen, das meine Pflanzen im Gewächshaus brauchen. Falls möglich, sind auch äußere Jalousien oder Stoffbahnen hilfreich, um Spiegelungen abzuschwächen. Ich überlege, im Hochsommer davon etwas in die Tat umzusetzen, da ist genug Licht von den anderen Seiten vorhanden. Vielleicht reicht auch schon das Setzen und hinauf Ranken einiger Gurkenpflanzen.

Falls doch etwas passiert: Erste Hilfe
Sollte dennoch ein Vogel gegen die Scheibe fliegen: vorsichtig aufnehmen, in eine dunkle Box setzen und absolute Ruhe geben. Nicht füttern. Wenn er sich nicht erholt, Tierarzt oder Vogelstation kontaktieren.

Mein Fazit
Noch ist das Projekt nicht umgesetzt – aber ich bin optimistisch. Die Methode ist einfach, logisch und kostet fast nichts. Und wenn ich damit auch nur einen Vogel vor einem fatalen Zusammenstoß bewahren kann, hat es sich gelohnt.
Ich werde berichten, wie gut die Angelschnur funktioniert. Und falls du bereits Erfahrungen gemacht hast oder andere Lösungen kennst, freue ich mich über deine Tipps.

Bis zum nächsten Mal!

Hinterlasse einen Kommentar