
Ich gestehe, ich habe eine Schwäche für Küchengeräte. Kleider, Schuhe, Schmuck, Make Up, das ist nichts für mich. Doch bei Küchengeräten schaltet mein Gehirn anscheindend auf „Das-ist-so-toll-das-muss-ich-haben“. Und dann gibt es diese Momente, da lässt man sich von einer Werbung so sehr einlullen, dass man plötzlich ein Küchengerät bestellt, das man eigentlich gar nicht braucht. Genau das ist mir passiert. Irgendwo im Internet bin ich über einen dieser glänzenden Werbespots für einen Mixer-Kocher gestolpert – so ein Ding, das gleichzeitig kocht, mixt und alles Mögliche macht. Ein Wunderwuzzi halt. Mein erster Gedanke: „Das wäre doch praktisch für Hafermilch!“
Doch dann kam der Preis. Und der war alles andere als akzeptabel. Also habe ich mich hingesetzt, recherchiert und bin auf der Plattform Willhaben fündig geworden. Dort gibt es ja fast alles Secondhand – und oft in einem Zustand, als wäre es neu. Gesagt, getan: Ich habe gesucht, gefunden, gehandelt und ein paar Tage später stand der Karton bei mir in der Küche.
Der erste Versuch: Hafermilch – und eine Enttäuschung
Ich war ein bisserl skeptisch. Ehrlich gesagt, hatte ich sogar schon einen Plan B: Falls mir das Gerät nicht gefällt, verkaufe ich es einfach wieder, dachte ich mir. Immerhin habe ich schon einen Stabmixer, einen Hochleistungsmixer und einen weiteren Mixer für kleine Mengen. Eigentlich sollte das reichen. Den Mixer für Bananenmilch zähl ich gar nicht.
Jetzt zum Mixer-Neuzugang. Mein erster Test: Hafermilch. Ich habe mich an ein Rezept gehalten, alles reingeschüttet – und das Ergebnis war … etwas dünnflüssig. Also mehr Haferflocken rein, nochmal probiert. Besser, aber nicht revolutionär. Ich dachte schon: „Okay, das war’s dann. Das Geld hätte ich mir sparen können.“ Immerhin schafft mein Hochleistungsmixer das Gleiche.

Dann kam die Suppe
Ich wollte eine einfache, histaminarme, vegane Karottensuppe machen. Zutaten rein: Karotten, Zwiebel, Wasser, ein Gemüsesuppenwürfel und ein bisschen getrocknete Petersilie. Das Gerät hat ein Programm namens „Sojamilch“ – das ist gleichzeitig auch das Programm für das Kochen. Ungefähr 20 Minuten später hatte ich eine Suppe, die mir wirklich gut geschmeckt hat. Cremig und seidenweich. Und vor allem: kein Anbrennen, kein Umrühren, kein Stress.
Das Ding kocht und mixt gleichzeitig – und weil es so gut isoliert ist, bleibt die Suppe stundenlang heiß, selbst wenn der Strom aus ist. Ich habe nach zwei Stunden noch eine angenehm heiße Suppe gegessen.

Und dann kam die Zwiebel-Süßkartoffelsuppe. Die war so gut, dass ich jetzt überzeugt war, das Gerät darf bleiben.
Fazit: Das Ding darf bleiben
Ja, es steht jetzt noch ein Küchengerät mehr in meiner Küche. Aber ich bin wirklich zufrieden. Der Mixer-Kocher ist kein Muss – aber er macht das Leben leichter, wenn man mal keine Lust hat, am Herd zu stehen und ständig umzurühren. Er kocht, mixt, es brennt nichts an und er hält die Speisen warm. Und das alles mit minimalem Aufwand.
Hafermilch? Ja, geht. Aber nicht besser als mit meinem Hochleistungsmixer. Suppen? Ein Traum. Cremig, gleichmäßig, ohne Anbrennen – und ich kann mich um andere Dinge kümmern, während das Gerät seine Arbeit macht.
Würde ich es wieder kaufen? Ehrlich gesagt: Ja. Aber wieder secondhand. Denn so ein Ding muss nicht neu sein, um gut zu funktionieren.
Und du? Hast du auch schon ein Küchengerät gekauft, von dem du dachtest „Was soll das?“ – und dann doch nicht mehr missen möchtest?* Erzähl’s mir in den Kommentaren! 😊

Bis zum nächsten Mal!

