Bärlauch-Erdäpfelstrudel aus selbst gepflücktem Grün

Ein Frühlingsrezept direkt aus den Murauen – histaminarm, vegan und so gut!

Der Frühling zeigt sich endlich von seiner schönsten Seite – und mit ihm kommt einer meiner liebsten Boten der neuen Jahreszeit: der Bärlauch. Dieses Mal sind wir in die wunderschönen Murauen bei Mureck gefahren und haben ihn ganz frisch selbst gepflückt. Es gibt kaum etwas Befriedigenderes, als das Essen vom Wildsammeln bis auf den Tisch selbst zu gestalten.

Entstanden ist dabei ein wunderbarer Bärlauch-Erdäpfelstrudel mit einem Joghurt-Kräuterdip – simpel, saisonal und voller Geschmack.

So schön das Selbstsammeln ist – wer Bärlauch in freier Natur pflückt, muss sich absolut sicher sein, dass er die richtige Pflanze erwischt. Bärlauch kann leicht mit giftigen Pflanzen verwechselt werden. Hier die drei wichtigsten Unterscheidungsmerkmale:

MerkmalBärlauchHerbstzeitloseMaiglöckchen
GeruchIntensiver, unverwechselbarer Knoblauchgeruch beim Zerreiben der BlätterKein KnoblauchgeruchKein Knoblauchgeruch – süßlich-blumig
BlattunterseiteMatt, leicht bläulich-grün, glattGlänzend, stärker geripptGlänzend, ledrig, deutliche Parallelrippen
> und ganz wichtig: Blattform & WuchsEinzelne, gestielte Blätter mit zartem Mittelnerv, wächst aus dem BodenBlätter entstehen direkt aus der Knolle, ohne StielZwei Blätter wachsen gemeinsam aus einem Stiel, umhüllt von einer Scheide

Im Zweifel lieber stehen lassen. Beide Verwechslungspflanzen – Herbstzeitlose und Maiglöckchen – sind stark giftig.

Hinweis für Menschen mit Histaminintoleranz: Bärlauch enthält biogene Amine und kann in größeren Mengen oder bei häufigem Genuss Symptome auslösen. Wie immer gilt: auf die eigene Verträglichkeit achten und lieber in kleinen Mengen starten. Das Rezept ist so konzipiert, dass die Bärlauchmenge moderat bleibt.

ZUTATEN

  • 1 Pkg. Filoteig aus dem Supermarkt (Zutatenliste prüfen – oft vegan, aber nicht immer)
  • ca. 2 Handvoll Bärlauch, gewaschen und kleingeschnitten
  • 4–5 mittelgroße festkochende Erdäpfel, gekocht
  • 1 Pkg. veganer griechischer Käse
  • 4–5 EL veganer Reibkäse (Pizzakäse)
  • 1/3 Pkg. veganer Frischkäse
  • Haferjoghurt nach Bedarf (bis die Masse streichfähig ist)
  • Salz nach Geschmack
  • Öl zum Bestreichen

Filoteig nach Packungsangabe ausbreiten und vorbereiten.

Alle Füllungszutaten vermischen: Bärlauch, gekochte Erdäpfel (grob zerdrückt oder geschnitten), griechischen Käse, Reibkäse, Frischkäse und so viel Haferjoghurt, bis eine streichfähige, aber nicht zu flüssige Masse entsteht. Mit Salz abschmecken.

Die Füllung auf dem Filoteig verteilen – ich habe die Masse auf zwei Lagen verteilt für mehr Fülle und eine schöne Schichtung.

Den Strudel fest einrollen, mit Öl bepinseln.

Im vorgeheizten Rohr bei ca. 180–200 °C Umluft etwa 20 Minuten backen.

Dieser Strudel hätte gut noch ein paar Minuten gebraucht – knusprig ist das nicht 😉

Dazu serviert habe ich einen ganz simplen Dip: gehackter Giersch, Haferjoghurt und eine Prise Salz. Das war alles. Der Giersch – ein Wildkraut, das man in heimischen Auen, Wäldern und auf Wiesen in Hülle und Fülle findet – gilt als echtes Superfood und passt geschmacklich wunderbar zu Kartoffel und Bärlauch. Wer ihn noch nicht kennt: unbedingt ausprobieren! Hier ist mehr Information zu diesem tollen Wildkraut.

Habt ihr auch schon Bärlauch gesammelt diese Saison? Ich freue mich über eure Kommentare und Erfahrungen! 🌿

Bis zum nächsten Mal!

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