Heuer hängt unser Pfirsichbaum so voll, dass sich einige Äste fast bis zum Boden biegen! Da war für mich klar: Ich muss die Früchte nutzen. Inspiriert von einem Marillentarte-Rezept der „Kleinen Zeitung“, habe ich unsere Pfirsiche genommen und eine herrliche Tarte gebacken.
Das Beste: Sie ist komplett vegan, histaminarm und schmeckt unglaublich frisch.

Zubereitung
Der Mürbteig besteht aus 120g geriebenen Macadamianüssen, 120g gesiebtem Puderzucker und 200g gesiebtem Dinkel-Kuchenmehl. Damit alles besonders fein wird, habe ich die Nüsse im Mixer noch einmal zusammen mit der Zucker-Mehl-Mixtur durchgedreht – das macht den Teig später schön mürbe. Dann kamen 200g kalte, stückige vegane Butter und ein „Lein-Ei“ (1 gehäufter EL Leinsamenmehl oder gemahlene Leinsamen mit 5–6 EL Wasser) dazu

Ich habe alles erst mal nur mit einer Gabel vermischt und so lange Mehl untergearbeitet, bis eine cremig-feste Masse entstand. Die Menge hängt von eurer Lein-Ei Mischung und der veganen Butter ab. Wichtig: Ab damit für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank!
Danach habe ich den Teig zwischen zwei Bögen Backpapier ausgerollt. Eigentlich sollte man dabei noch etwas Mehl verwenden – habe ich vergessen, aber es hat trotzdem prima funktioniert. Da der Teig bei mir noch etwas weicher war, habe ich den Rand einfach aus mehreren Teigstücken geformt und passend drauf gelegt. Das geht einfach und unkompliziert!

Für den Belag habe ich die frischen Pfirsiche entkernt, geviertelt und auf dem Teig verteilt. Von den Früchten habe ich noch ca. 100g übrig behalten, kurz angedünstet, mit 2 EL Kristallzucker püriert und das entstandene Fruchtpüree – je nach Lust grob oder fein – über die Pfirsichviertel gegeben. Das sorgt für extra Saftigkeit!
Den Ofen habe ich auf 200 Grad vorgeheizt. Die Tarte habe ich samt Backpapier (ich mag Dauerbackfolie sehr) mit einem Teigschieber direkt auf das heiße Blech gezogen. Man kann sie aber auch direkt auf dem Blech zusammenstellen und dann einschieben. Bei ca. 30 Minuten Backzeit macht ihr am besten die Stäbchenprobe – der Rand sollte goldgelb sein.
Bei mir war die Mitte noch ein klein wenig feucht. Ich vermute, „Blindbacken“ würde hier helfen: Den Teig also erst kurz ohne Belag vorbacken, beschwert mit Kirschkernen oder Linsen auf einem zugeschnittenen Backpapier damit er sich nicht aufbläht. Erst dann die Früchte drauf und fertig backen. Das werde ich beim nächsten Mal sicher testen.
Aber auch so war die Tarte ein Traum: Nussig, fruchtig und genau richtig für alle, die histaminarm essen möchten, ohne auf Genuss zu verzichten. Wenn euer Baum auch so voll hängt – unbedingt nachbacken!
Ihr könnt ganz nach Belieben Zwetschken, Marillen oder auch Äpfel nehmen. Bei den Nüssen gibt es kaum eine Alternative, die verträglich ist, da sind Macadamianüsse die, die am Besten vertragen werden. Bei der Margarine verwenden wir gerade die vegane Marke vom Lidl „No Butter“.

Bis zum nächsten Mal!

