Hühner im eigenen Garten

Wir haben uns im Mai fünf junge Hendln zugelegt.

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Ein Bekannter hat uns die Jungvögel geschenkt, nicht ahnend dass bei den fünf Hühnern vier Hähne dabei waren. Als dann immer mehr Kämpfe stattfanden, wir als Hühnerlaien bemerkt haben, dass tatsächimg_20181021_103046.jpglich die Mehrheit Hähne waren, hat er drei davon ausgetauscht, zwei Hennen gebracht und nun haben wir vier schwarze Hühner, bzw. einen Hahn. Zum Glück sind unsere Nachbarn sehr verständnisvoll, niemand stört sich am Krähen um 7 Uhr morgens (Glücklicherweise scheint unser Hahn kein Frühaufsteher zu sein).

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In den ersten Monaten bewohnten unsere geflügelten Haustiere ein kleines Gehege, durften aber tagsüber in den Garten um dort zu scharren und zu picken.

Sowohl das Gehege, als auch das Sandbad, der Stall wurden von uns mit Teilen, die beim Hausbau, Umbau anfielen oder Gegenständen die bereits vorhanden waren, gebaut. Einzig, das Drahtgeflecht haben wir gekauft.

Nach ein paar Wochen Gewöhnungszeit waren sie abends schnell von alleine wieder im Gehege, das funktioniert gut. Zutraulich sind sie auch.

Ich konnte mir zuvor nicht vorstellen, dass das Halten von Hühner auch wirklich Spass macht, doch das Verhalten von Hühnern in einem relativ natürlichen Umfeld zu sehen, ist nicht nur interessant, sondern ihr Benehmen oft lustig. Und Humor braucht man sicher, wenn der neu geschüttete Rindenmulch statt um die Beerensträucher in der gesamten Umgebung herum gescharrt wird, wenn auf der neu gelegten Terrasse vereinzelt die frische Hühnersch… liegt, wenn sie bei Einbruch der Dämmerung hoch im Liguster sitzen, statt in den Stall zu gehen und man sie einzeln herunter klauben muss um sie hinein zu tragen..

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Nachdem der Winter schneereich und kalt sein kann, übersiedelten wir die vier in den nun abgeernteten Folientunnel. Die vordere und hintere Öffnung haben wir mit feinmaschigem Drahtgeflecht verschlossen, hinten permanent, vorne mit einer Türe. Seitlich angebracht ist ein kleiner Auslass für die Hühner, den wir in der Früh öffnen. Zum Schutz gegen Wind und Wetter ist beidseits noch Folie angebracht, die je nach Witterung halb oder ganz verschlossen werden kann.

Die verbleibenden Tomaten die sehr langsam nachreifen werden eifrig angepickt, im über den Sommer gesammelten, getrockneten Grasschnitt wird eifrig herumgescharrt. Bei sehr schlechtem Wetter können die Vier geschützt im Tunnel bleiben und haben sonst Freigang und können nach Lust und Laune herumstreunen.

Nur Eier haben wir noch keine in den Nistboxen… Sind die Hühner zu jung? Ist die Jahreszeit mit zu wenig Tageslicht der Grund?  Ist es die Rasse? Zur Abhilfe installieren wir jetzt erst mal eine Beleuchtung im Tunnel, gekoppelt mit einem Timer. Ich hoffe, dass dann die Eier anrollen. Update folgt…

Ein weiteres Projekt ist sicherlich ein größerer Stall, das folgt im Frühjahr, jetzt im Folientunnel haben sie alles was sie brauchen, einen sicheren, vor Zugluft geschützten, trockenen Auslauf, Platz zum Scharren und Sandbaden, genug Tageslicht, verschiedene Sitzstangen, Einstreu, Nistboxen, Futter und Wasser.

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Wir hoffen, dass in Zukunft auch die Schneckenpopulation reduziert wird, da sie Schneckeneier und kleine Exemplare fressen. Gratis Dünger liefert der Mist, den sie produzieren, und andere Schadinsekten und auch Unkraut werden durch Scharren und Fressen reduziert. Der Nutzen und die Freude an der Haltung wiegen für mich dann die Kosten bei Weitem auf.

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