Gesunder Kefir – verblüffend einfach selbst gemacht

Nachdem ich von einem lieben Menschen einige Kefirknollen bekommen habe, konnte ich damit beginnen meinen Kefir selber herzustellen.

Ich brauche an Utensilien leere Gläser, ein sauberes Tuch, ein Sieb und einen Löffel, alles aus Glas, Kunststoff, Keramik oder Holz. Die Knollen sollen nicht mit Metall in Berührung kommen.

Der Kefirpilz ist sehr unempfindlich und benötigt keine Wärmezufuhr wie die Joghurtbakterien. Das macht ihn für mich viel sympathischer als Joghurtbakterien.

Die Herstellung ist denkbar einfach. Die Knollen in ein sauberes Glas geben und mit Milch auffüllen. Ich verwende nur soviel Milch wie ich am nächsten Tag trinken möchte. Ich decke das Glas mit einem sauberen Tuch zu und lege den Deckel zum Beschweren drauf und stelle es beiseite. Ich verschließe das Glas nicht ganz luftdicht.

Hier am Küchenfenster steht mein Kefir

Am nächsten Tag, nach circa 24 Stunden, rühre ich die Milch langsam um (es setzt sich immer etwas Flüssigkeit ab) und gieße sie durch das Sieb in ein frisches Glas. Bei meinem grünen Sieb muss ich ein bisschen nachhelfen, da sie Löcher sehr fein sind. Das orange Sieb mit den großen Löchern lässt die Kefirmilch schnell durch, dafür sind aber kleine Flöckchen oder Spuren vom Kefirpilz dabei. Durch ein feines Sieb gegoßen, hat der Kefir eine sehr feine, gleichmäßige Struktur. Ich spüle den Pilz nie ab. Ich trinke das Ganze gleich, andernfalls würde ich den Kefir im Kühlschrank aufbewahren. Der Kefir kann auch länger stehen und wird dadurch intensiver im Geschmack. Nach ca. 16 Stunden ist er eher mild, nach 24 Stunden schon kräftig säuerlich im Geschmack. Auch die Menge an Knollen und die Raumtemperatur haben einen Einfluss auf den Geschmack, je nachdem ob Hefepilze oder Bakterien aktiver sind.

Die Verarbeitung hängt davon ab, welche Gerätschaften und Hilfsmittel ihr zur Verfügung habt. Ich probiere immer noch aus, wie lange ich den Kefir in der Milch lassen will, wie das Abseihen noch leichter geht und welche Anwendungen außer Trinken für mich noch in Frage kommen.

Wenn ich den Kefirpilz einmal nicht zum Herstellen von Kefir benötige, kann ich ihn in ein wenig Milch (auch halb Wasser, halb Milch ist möglich) im Kühlschrank aufbewahren. Nach ein paar Tagen sollte man die Milch wechseln. Es kann nach dem Aufenthalt im Kühlschrank, besonders wenn es mehr als ein paar Tage sind, am Beginn etwas länger dauern bis sich die Knollen erholt haben und die Milch in Kefir umwandeln. Auch Trocknen oder Einfrieren soll funktionieren, das habe ich noch nicht ausprobiert. Wenn sich die Knollen genügend vermehrt haben, sollte man den Pilz teilen und eventuell weitergeben, dann können andere ihren Kefir auch selbst herstellen.

Kefir kann ebenso wie Joghurt mit Früchten verfeinert oder zum Backen verwendet werden. Ich freue mich jeden Morgen auf das Trinken meines Kefirs, ich mag den Geschmack und würde ihn auch trinken, wenn er nicht so gesund wäre.

Die gesundheitlichen Aspekte sind aber sicher auch wichtig. Kefir enthält Milchsäurebakterien und kann helfen die Darmflora gesund zu erhalten oder es nach einem Darminfekt oder Antibiotikaeinnahme wieder aufzubauen. Milch die durch Joghurtbakterien oder den Kefirpilz fermentiert wurde (Milchzucker wird in Kohlensäure und Alkohol umgewandelt), ist besser bekömmlich und länger haltbar als normale Milch.

Ein weiterer positiver Aspekt ist die Vermeidung von Verpackungsmüll. Abgesehen davon muss ich natürlich die Milch kaufen, hier bevorzuge ich Mehrwegflaschen, Glasflaschen, die ich immer wieder verwende und zweckentfremde oder den Milchautomat.

Noch ausführlicher über die Inhaltsstoffe klärt die Wikipediaseite auf, auch eigene Seiten über Kefir gibt es im Netz. Ich habe einige Links unten angeführt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kefir

https://www.kefirknolle.de

https://eatsmarter.de/ernaehrung/gesund-ernaehren/8-gruende-darum-ist-kefir-gesund

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