Tiere als Anzeiger für einen naturnahen Garten

Bereits jetzt finde ich immer wieder Tiere und freu mich über jedes einzelne. Ok, das ist jetzt etwas übertrieben, denn über die spanische Wegschnecke, Wühlmäuse, Kohlweißlinge und Blattläuse freue ich mich wirklich nicht. Damit muss ich aber leben. Ich hoffe ja sehr, dass durch die Schaffung eines naturnahen Gartens in Zukunft eine feine Balance möglich wird, die es den natürlichen Feinden der Schädlinge gestattet sich in meinem Garten anzusiedeln.

Einige der folgenden Tiere konnte ich bereits sichten: Erdkröten, Grasfrösche, Tigerschnegel, Bänderschnecken, Hummeln, Holzbienen, Igel, Blindschleichen, Glühwürmchen, Rotkelchen, Zitronenfalter und Buntspechte, andere werde ich vielleicht nie zu sehen bekommen. Ich hoffe jedoch viele der folgenden Arten anlocken zu können: Distelfink, Grauschnäpper, Zaunkönig, Hermelin, Fledermaus, Ringelnatter, Zauneidechse, verschiedene Schmetterlinge und Falter wie Aurorafalter und gemeiner Bläuling, rote Mauerbiene, Taubenschwänzchen, großes Heupferd, blaugrüne Mosaikjungfer, Laubfrosch.

Und dann war da noch ein Tier…

Eine meiner Hennen, die mir im Garten beim Unkraut jäten unbedingt helfen wollte. Vielleicht fällt ja das eine oder andere Krabbeltier oder Samenkorn für sie ab.

Sie schaut sehr genau damit ihr nichts entgeht

Und dann auch noch…

Diese Spinne, die ihr Netz über Nacht in meinem Esszimmer gebaut hat. Schön war es schon, wie es zwischen Tisch und Sessel geglänzt hat. Ich habe sie sanft, aber bestimmt ins Freie befördert, da gehört sie hin und nicht an meinen Esstisch.

Guten Morgen Spinne

Lebensräume

Damit auch wirklich möglichst viele Nützlinge in meinen Garten kommen, gestalte ich viele Ecken des Gartens bewußt nützlingsfreundlich. Andere Ecken lasse ich im Urzustand oder gestatte, dass Wildkräuter wachsen dürfen.

Das hat einen weiteren positiven Effekt da es willkommenerweise weniger Arbeit für mich bedeutet, weniger Unkraut jäten, weniger Altholz wegräumen, weniger Hecken schneiden. Selbstverständlich verwende ich keinerlei Pestizide oder Herbizide und dünge nur mit Pflanzenjauche. Ich pflanze in Mischkulturen mit Opferpflanzen (z.B. Tagetes, Ringelblume, Zitronenmelisse) und nehme einen gewissen Verlust in Kauf, plane bereits im Vorhinein dafür.

Ich bevorzuge und pflanze in erster Linie einheimische Pflanzenarten, vermehre mein Saatgut, kompostiere soviel wie möglich und probiere immer wieder neue Methoden aus um noch tier- und pflanzenschonender zu arbeiten.

Ich lasse keinen Rasenroboter in meinen Garten. Ich will Wiesenblumen die blühen dürfen und keinen englischen Rasen und ich will keinerlei Wildtiere unnötig töten. Der Rasenroboter steht im schweren Verdacht vor allem junge Igel zu verletzen oder gar zu töten.

Fazit

Für mich gibt es keine andere Option als mit der Natur in Einklang zu arbeiten. Um einen naturnahen Garten zu gestalten, der mir Gemüse, Obst, Blumen und Kräuter, sowie Erholung und Freude gibt, nehme ich gern viel Arbeit in Kauf anstatt auf Chemie oder Technik zurück zu greifen.

Meine Version für die kommenden Jahre ist es, aus diesem Garten ein Paradies für Mensch und Tier zu machen. Dafür arbeite ich mit Freude bei Hitze, Kälte und im Regen. Die Freude die mir der Garten bereitet ist aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken.

Ein Gedanke zu „Tiere als Anzeiger für einen naturnahen Garten

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