Mein Name ist Wurm, Kompostwurm !

Ich habe mir einen Projektwunsch erfüllt und mir im Internet Kompostwürmer (Eisenia sp.) bestellt. Es gibt mehrere Arten der Kompostwürmer, die häufigsten sind Eisenia fetida und Eisenia andrei. Eines vorweg, vor Würmern grausen sollte es einem nicht. Bei mir ist es irgendwie fast in die Wiege gelegt worden, dass ich einmal eine Wurmkiste mein eigen nenne. Schon als 5jährige habe ich in meinem umgedrehten Regenhut Regenwürmer gesammelt und war fasziniert. Dass meine kleine Schwester „Schlange“ geschrien hat und nicht mal darübersteigen wollte, ist eine andere Geschichte.

Als erstes habe ich für mein Projekt versucht, in meinem eigenen Garten Kompostwürmer zu finden, das hat sich allerdings als sehr schwierig erwiesen. Als erstes war es zur Zeit bei uns immer ziemlich heiß und trocken und die meisten Würmchen im Garten die man findet sind Regen- bzw. Tauwürmer, die es nicht mögen in einem Behälter (Wurmkiste) zu leben. Ich habe die gefundenen Würmer zwar für kurze Zeit beobachtet, ob es sich nicht doch um Kompostwürmer handeln könnte, doch als ich bemerkt habe, dass sie sich nicht mehr so fleißig bewegen und ich nicht wollte, dass alle Würmer in meinem Wurmkübel sterben, habe ich diese Würmer zum größten Teil wieder in die Freiheit entlassen. Nur die agilsten unter ihnen, die dunklen, roten Würmer habe ich dann doch behalten, mit der berechtigten Hoffnung einige Kompostwürmer erwischt zu haben.

Nach einigem Recherchieren habe ich mich dann entschlossen bei einer Firma in Niederösterreich meine zukünftigen Kompost-Mitarbeiter zu bestellen.

Der Versand findet nur bei – für die Würmer – angenehmen Temperaturen statt, also musste ich ein bisschen warten. Gestern kam dann das Paket mit ca. 1000 Würmern.

Ich habe in der Zeit bis zur Lieferung bereits Behälter besorgt, Zeitungspapier geschreddert und mich schlau gemacht, wie denn solche Kompostwürmer am Besten zu Halten sind.

Zur Vorbereitung habe ich in den oberen der zwei Container viele kleine Löcher gebohrt um den Würmern eine luftige Umgebung zu schaffen.

In den Boden des Containers habe ich ebenso Löcher gebohrt, damit überschüssige Flüssigkeit abrinnen kann, und zwar in einen weiteren Container der unterhalb und etwas erhöht steht..

Nach Ankunft der Würmer habe ich als erstes das Zeitungspapier in einer dicken Lage in meinen Container geschichtet. Die Schnipsel habe ich durchfeuchtet, das sollte am besten mit Regenwasser geschehen. Darauf habe ich dann den gesamten, gelieferten Wurmhumus/Kompost mit den Würmern geschichtet. Meine indigenen Würmer mit etwas Erde kamen dann noch obendrauf.

Damit die lichtscheuen Wurmis geschützt sind, habe ich dünne Lagen Zeitungspapier und Kartonstücke aufgelegt. Ein dünnmatschiges Netz hilft vielleicht Fliegen oder sonstiges Fliegzeugs abzuhalten. Und wenn es nichts nützt, schaden wird’s nicht.

Die Kompostwürmer haben zwar in der mitgelieferten Menge an Kompost genug Futter für circa 2 Wochen, doch heute habe ich bereits ein wenig Kaffeesud aufgestreut. Was ich noch zugefügt habe, ist Regenwasser um die Umgebung der Würmer schön feucht zu halten. Das Zuviel an Wasser ist dann auch prompt in die Auffangwanne getröpfelt. Mit der Zeit sollte es möglich sein, die Wassergaben zu beenden, Essensreste wie Salat, Gemüse und Obst enthalten viel Flüssigkeit und halten die Feuchtigkeit im Substrat aufrecht.

Aufgestellt habe ich das Ganze im Waschkeller, hier hat es die gleichmäßigste Temperatur, ich habe Licht zum Beobachten, und sollte wirklich einmal der eine oder andere Wurm aus der Kiste entfliehen, ist es im Keller nicht wirklich schlimm.

Der positive Nutzen den ich mir von dem ganzen Projekt verspreche ist mehrfach. Mit einigen der Würmer, die sich bei guten Umgebungsbedingungen rasch vermehren sollten, kann ich meinen Komposthaufen „impfen“ um die Umsetzung zu beschleunigen und rasch gute Erde zu bekommen. Im Winter kann ich meine Küchenabfälle in die Wurmkiste geben und brauche im winterlichen Garten keinen Komposthaufen. Und zu guter Letzt ist der Wurmhumus der entsteht ein ausgezeichneter Dünger, wertvoll und natürlich. Ich erhoffe mir, dass mein Garten davon profitiert und meine Pflanzen gesund und ertragreich wachsen.

Es gibt im Internet unzählige Beiträge, Seiten, Videos und viel Information die die Wurmkompostierung betreffen und die verschiedensten Ansätze um Kompostwürmer zu halten, zu vermehren und zu nutzen.

Ich bin daher sehr gespannt wie sich mein eigenes Projekt entwickelt, und werde ganz bestimmt berichten wie es mit den Kompostwürmern bei mir weitergeht.

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