Pilze im Wald und im November

Gleich einmal zu Anfang möchte ich eine dringende Bitte aussprechen. Wer gerne selber Pilze sammeln möchte, der muss sich gut auskennen. Ich habe das große Glück, dass sich meine naturliebende Mutter sehr, sehr gut auskennt und mir immer wieder erklärt, was im Wald zu finden ist. Wenn man sich nicht wirklich sicher ist, sollte man auf keinen Fall irgendwelche Pilze sammeln und essen. Doch genug der Warnung, jetzt möchte ich euch hier ein paar der Pilze zeigen, die jetzt noch – Anfang November – wachsen. Klarerweise ist jedes Pilzjahr verschieden. Je nach Wetter, je nach Temperatur und Niederschlag in den Wochen zuvor, wachsen in den Monaten Oktober und November jedes Jahr andere Pilze. Doch bereits im zeitigen Frühjahr beginnt das Pilzjahr wieder und geht das ganze Jahr hindurch.

Der flockenstielige Hexenröhrling ist ein guter Speisepilz der richtig „teuflisch“ aussieht.

Bis zur heurigen Schwammerlsaison war mir der flockenstielige Hexenröhrling ein wenig ungeheuerlich. Der „Flocki“ wird aber in meinen Büchern, in Videos und von fachkundiger Seite so gut beschrieben, dass ich mich nach dem letzten Fund des Pilzes dieses mal wirklich getraut habe ihn zu zubereiten und zu verspeisen. Ich kann berichten, dass der Pilz sehr gut schmeckt, er braucht jedoch eine recht lange Garzeit, ca. 15 Minuten. Ich werden den flockenstieligen Hexenröhrling definitiv wieder sammeln und essen. Eine Verwechslungsmöglichkeit mit einem ebenfalls essbaren Röhrling, dem netzstieligen Hexenröhrling ist möglich. Aufpassen muss man aber unbedingt (!!) vor der Verwechslung mit dem Satansröhrling, der jedoch einen sehr hellen Hut hat. Ich möchte jedoch hier keine Beschreibung abgeben und auffordern, diese Pilze zu sammeln. Mein Bestreben ist es euch zu zeigen, dass die Pilzsaison nicht bereits Ende September beendet ist.

Der weiße Flaschenstäubling ist jung essbar jedoch geschmacklich sehr neutral. Der Flaschenstäubling ist essbar, wenn er innen komplett weiß und das Fleisch noch knackig ist. Ältere Exemplare sollte man, wie bei allen anderen Pilzen unbedingt stehen lassen.
Junge Flaschenstäublinge brate ich in wenig Öl goldbraun an und genieße sie mit etwas Knoblauch mit einem guten, frischen Brot oder über einem Salat.
Der Austernseitling ist ein ausgezeichnet schmeckender Speisepilz und vielseitig zu verwenden.
Der Austernseitling ist auch ein Zuchtpilz, hier aber wächst er wild in unserem Wald ab dem Spätherbst in großen Büscheln auf Totholz.
Nochmals wunderschöne Austernpilze, die bei uns auf einem umgefallenen Baum wachsen.
Der Maronenröhrling ist ein guter Speisepilz, ist aber am höchsten mit radioaktivem Cäsium belastet und sollte deshalb in manchen Gebieten nicht verzehrt werden. Auf jeden Fall sollte man sich über die gewählte Sammelgegend vorher gründlich informieren.
Ein wunderschöner Parasol oder Riesenschirmling, der ein sehr guter und beliebter Speisepilz ist.
Ein giftiger aber schöner Pilz, der Fliegenpilz.
Der beliebte Steinpilz, ein ausgezeichneter Speisepilz, der von vielen Menschen gesammelt wird.
Das ist der Hut des Edelreizkers, einem sehr guten Speisepilz. Ein markantes Erkennungsmerkmal ist die orangefarbene Milch die an Bruchstellen sofort ausläuft.
Hier seht ihr die Hüte einiger Safranschirmlinge, die etwas kleiner sind als Parasole, immer ein wenig orangefarben anlaufen und ebenfalls ausgezeichnete Speisepilze sind.

Bis zum nächsten Mal!

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