Mein Garten im Juni

Der Juni zählt sicher zu den schönsten Monaten des Jahres. Es fängt in jedem Eck des Gartens zum Wachsen und Blühen an. Aber es wachsen auch die Bei- bzw. Unkräuter als hätten sie jetzt den Turbo eingeschaltet. Damit ich den Beikräutern ein bisschen Einhalt gebieten kann und auch noch etwas anderes im Garten tun kann neben dem Unkraut zupfen, habe ich Rindenmulch bestellt. Damit wird der Boden unter den Beerenbüschen, Obstbäumen und die Wege bedeckt. Auch um gewisse Kulturpflanzen, wie Zucchini, kann der Rindenmulch aufgebracht werden. Damit hält der Rindenmulch nicht nur die Beikräuter im Zaum, die Bodenlebewesen profitieren vom Mulch, der sich langsam zersetzt und die Bodenfruchtbarkeit erhöht. Zusätzlicher Nutzen ist die verringerte Verdunstung, es muss weniger gegossen werden.

Borretsch und Katzenminze

So schön sich der Garten jetzt präsentiert, es heißt trotzdem auf mögliche Schädlinge oder Krankheiten der verschiedenen Pflanzen zu achten. Ich mache meine Rundgänge im Garten um verschiedene Arbeiten zu erledigen, gießen, anbinden, jäten, ernten. Dabei betrachte ich die Pflanzen und kann oftmals früh genug eingreifen. Der Hollunder hat schwarze Läuse, die Gurke ist mit grünen Blattläusen befallen und die roten Ribisel haben die Johannisbeerblasenlaus erwischt. Meist helfen sanfte Mittel, wie Absprühen mit Wasser oder Abstreifen mit der Hand. Doch zuerst kann man oftmals eine im Naturgarten phantastische Symbiose zwischen Schädlingen und Nützlingen beobachten. zum Beispiel ist der Hollunder nach zwei Wochen ohne Intervention fast frei von Blattläusen, da sich Marienkäfer eingestellt haben.

Da mein Garten erst vor recht kurzer Zeit angelegt wurde und wir einen schweren Lehmboden haben, ist meine wichtigste Aufgabe die Bodenbeschaffenheit zu verbessern. Ich kompostiere alles was ich nur finde, inklusive braunen Karton und unbeschichtetes Papier, Kaffeesatz den ich -nach der Koronakrise wieder – von einem Restaurant abhole und alles was im Garten an Pflanzenmaterial anfällt. Ausserdem pflanze ich Gründüngung, wie Buchweizen, Phacelia und Klee und betreibe eine Wurmfarm für den Wurmhummus. Mit der Zeit soll der Boden reichhaltig, wasserspeichernd und luftig werden und allen Pflanzen damit ideale Wachstumsbedingungen bieten.

Ich freue mich über Insekten und fast alle Tiere in meinem Garten. Abends, bei meiner Spätrunde, treffe ich oft auf Kröten und Frösche, am Tag sehe ich immer mehr Insektenarten und auch die verschiedensten Vogelarten kann ich ebenso beobachten.

Ich empfinde eine große Freude, wenn ich frische Kräuter, frisches Obst und Gemüse direkt aus dem eigenen Garten holen kann. Dafür nehme ich die viele Arbeit gern in Kauf. Mein Ziel ist es, einen phantastisch vielfältigen Ess- und Naschgarten zu gestalten. Wildkräuter, Walderdbeeren, Gemüsepflanzen und Blumen, Beerensträucher und Obstbäume sollen in einem der Natur nachempfundenen Rahmen wachsen und gedeihen.

Die erste Ernte der Johannisbeeren war heute genug für drei kleine Gläser Gelee. Mit Zucker und etwas Pektin aufgekocht und durchpassiert, leuchtet das Gelee wunderschön rot.

Ich wünsche allen eine wunderbare Woche mit ein Sonnenschein (wünschen können wir uns das ja), bis zum nächsten Mal!

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