Neuer Garten? – kein Problem!

Wenn du einen neuen Garten anlegen willst oder einen bestehenden Garten übernimmst, dann ist es zuerst einmal wichtig, dass du dir Zeit nimmst um ein Bild von deinem grünen Fleck Erde zu bekommen.

Schau dir an, woher die Sonne kommt, wie sie im Laufe des Tages deinen Garten bestrahlt. Gibt es Schattenzonen? Welche natürlichen Grenzen gibt es? Dann ist es auch wichtig, zu entscheiden welchen Zweck dein Garten erfüllen soll. Ist die Erholung am Abend das Wichtigste für dich oder möchtest du deine eigenen Kräuter, dein eigenes Gemüse ernten? Gibt es vielleicht sogar etablierte Pflanzen die du behalten möchtest?

Wenn du ein Gefühl für den Garten bekommen hast, dann kannst du beginnen, einen Plan zu zeichnen. Ob auf Papier oder im Kopf spielt keine Rolle, denn es wird sich ja eh noch viel ändern, glaub mir. Beachten sollst du ob der Platz für deine Pflanzen viel Sonnenlicht erhält oder aber ein schattiges Stück deines Gartens ist. Für jede Art von Lichtverhältnis gibt es wunderbare Pflanzen die genau dort gedeihen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Art zu Gärtnern. Hast du Spaß an der Gartenarbeit, kann dein Garten etwas aufwändiger sein. Wenn dir aber Zeit und Muße fehlen um viele Stunden im grünen Wohnzimmer mit Arbeit zu verbringen, dann solltest du ein Design wählen, dass dir möglichst viel Freizeit gibt. Das heißt dann Pflanzen wählen die wenig gegossen und wenig gedüngt werden müssen. Pflanzen die wenig geschnitten werden müssen und idealerweise nur einmal gepflanzt werden und dich dann für viele Jahre erfreuen. Ausserdem sollten es dann Pflanzen sein, die resistent gegen die meisten Schädlinge oder Krankheiten sind. In gut sortierten Gärtnereien beraten sie dich ausführlich bei der Wahl der Pflanzen.

Anfangs benötigst du auch nicht sehr viele Werkzeuge um starten zu können. Je nach Größe deines grünen Stück Paradies, benötigst du einen Spaten, einen Rechen und eventuell einen Laubrechen, eine Hacke und eine kleine Schaufel um deine Pflanzen in die Erde bringen zu können. Falls du einen Rasen oder Wiese pflegen wirst, ist die Anschaffung eines Rasenmähers sinnvoll. Auch um Hecken schneiden zu können gibt es Scheren ohne Strom oder Heckenscheren die mit Strom oder Akku funktionieren. Vielleicht kannst du das eine oder andere Werkzeug bei Freunden oder Nachbarn leihen. Manchmal ist es auch möglich teurere Geräte gemeinsam mit Freunden oder Familie an zu schaffen. Sicher benötigst du anfangs eine Grundausrüstung an Geräten und alles andere kommt dann im Laufe der Zeit.

Hier seht ihr ein paar Impressionen unseres Hügelbeetes, dass sich in den letzten vier Jahren doch ein bisschen verändert hat. Zuerst war nur der Baumstamm eines alten Kirschbaums und Gras vorhanden. Wir haben nach dem Graben für die Erdwärme einen Weg angelegt und das ganze Gelände ein wenig terrassiert. Ich habe viele Kräuter und Blumen gepflanzt und ein paar Obstbäume haben inzwischen auch ihren Platz im „Hügelbeet“ gefunden. Die Steine der Mauer sind große Brocken Beton die beim Wegreißen eines Weges neben dem Haus angefallen sind. Da ich immer dafür bin, alles – nach Möglichkeit – wieder zu verwerten, wurden diese großen Steinbrocken Teil der Stützmauer. Hier finden Tigerschnegel und leider auch rote Wegschnecken Unterkunft. Blindschleichen und Eidechsen habe ich noch nicht gesehen, doch was nicht ist, wird hoffentlich noch werden.

Auf jeden Fall braucht ein Garten Zeit um sich entwickeln zu können. Jede Saison zeigt ein anderes Bild und jedes Jahr verändert sich ein Garten. Vorstellungen und Wünsche wachsen und lassen sich manchmal recht schnell verwirklichen. Ein Hochbeet beispielsweise ist leicht zu bauen und gibt Gemüse den idealen Platz zum Wachsen. Vor allem ist es ideal, wenn keine gute Gartenerde vorhanden ist.

Hier komme ich zu einem sehr wichtigen Punkt, der den Erfolg bestimmt: die Erde bzw. der Kompost. Wenn es dir irgendwie möglich ist, kompostiere alle Materialien die im Garten anfallen, ebenso den Großteil deiner Küchenabfälle. Komposterde ist wertvoller Hummus und gibt deinen Pflanzen Kraft und Widerstandsfähigkeit. Kompostieren ist nicht besonders schwer und auch nicht besonders aufwändig. Es sind ein paar Punkte zu beachten, die ich einem der nächsten Blogposts erklären werde.

Ich wünsche allen die einen neuen Garten anlegen oder einen bestehenden Garten übernehmen viel Spaß beim Gärtnern und einen grünen Daumen. Und falls einmal etwas nicht gedeiht, Krankheiten oder Schädlinge deine Pflanzen befallen, lass dich nicht unterkriegen und gärtner einfach weiter.

Bis nächste Woche, schaut wieder rein!

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