Containergarten im Februar

Im Containergarten beginne ich jetzt mit der Vorbereitung für die Pflanzsaison. Ich säubere Töpfe und Container von alter Erde, besorge Aussaaterde und einige Säcke mit guter Bio-Erde um dann ab Mitte/Ende Februar an der warmen Hauswand mit der Aussaat von Radieschen zu beginnen. Ich säe immer nur einige Radieschensamen pro Woche in Folge, so habe ich für eine längere Zeit Radieschen. Aussaaterde ist für das Säen empfehlenswert, da diese Erde keinerlei Dünger enthält und so die Sämlinge nicht zu übermäßigem Wachstum anregt. Auch ist die Erde recht fein, was bei besonders kleinen Samen von Vorteil ist. Ich habe auch schon Maulwurferde verwendet, diese ist auch recht fein, ist fast frei von Steinen und Unkrautsamen und gratis.

Ein Containergarten ist flexibler als ein Hochbeet und ist besonders gut, wenn die Muttererde (der Boden im Garten) von schlechterer Qualität ist. Denn in die Pflanzgefäße kann man bessere Erde füllen und so den Pflanzen einen guten Start geben. Ich verwende nur Bio-Erde, da meine Kräuter und mein Gemüse die beste Qualität haben sollen.

Wichtig ist bei der Standortwahl, dass die Container genügend Luft und Licht bekommen. Sonne und genügend Luft helfen den Pflanzen gesund zu wachsen.

Es gibt eine ganze Reihe an Samen für Pflanzen die auf dem Balkon oder der Terrasse in Töpfen, Wannen und anderen Containern wachsen sollen.Viele Container sind geeignet, wie zum Beispiel Holzkisten, größere Speiseölkanister, große Plastikflaschen oder ähnliches. Wichtig ist vor allem, dass die verwendeten Materialien ungiftig sind und dass genügend Abflusslöcher vorhanden sind. Mit einer Bohrmaschine oder einem Hammer und Nagel kann man die nötigen Löcher bohren.

Besonders geeignete Pflanzen sind unter anderen:

Radieschen, Pflücksalat, Vogerlsalat, Spinat, alle Arten von Kräutern, Cocktailtomaten, Monatserdbeeren, Rucola, Minipaprika, Pfefferoni, Chili, Melanzani, Erbsen, Süßkartoffeln, rote Rüben, Frühlingszwiebeln, Fenchel, Kohlrabi, Snackgurken, Buschbohnen oder Bohnen wenn sie an einer Schnur o.ä. wachsen können. Im Fachhandel und Gartencenter gibt es viele Sorten die speziell für Balkon und Terrasse geeignet sind. Sogar Obstbäume und Beerensträucher können in Gefäßen wachsen, vorausgesetzt sie haben genügend Erde, Licht, Luft, Wasser und Nährstoffe.

Je nach Größe der Pflanzgefäße kann man aber auch viele andere Gemüse- und sogar Obstsorten wachsen lassen. Hängende Monatserdbeeren bieten sich für eine Ampelbepflanzung an und wachsen über mehrere Monate. Die Größe der Pflanzgefäße hat einen direkten Einfluss auf die Häufigkeit des Gießens. Zwar sind die großen Behälter schwerer zu bewegen, aber je mehr Erde desto seltener muss man gießen. Zum Gießen eignet sich abgestandenes Wasser, denn eiskaltes Wasser aus der Leitung kann das Wachstum der Pflanzen negativ beeinflussen.

Eine gute Möglichkeit das Gießen hinauszuzögern, ist das Mulchen. Auch im Containergarten sollte die Erde nie bloß liegen, sondern möglichst immer bedeckt sein. Sind die Pflanzen noch klein kann man sich mit verschiedenen Mulchmaterialien helfen. So sind einige Lagen Zeitungspapier, Pappe, Stroh, Heu, Laub und Grasschnitt geeignet. Im Containergarten ist die Gefahr einer Schneckeninvasion geringer, doch je nach dem wo die Behälter stehen, sollte man nicht zu dick mulchen, da sich darunter eventuell die Schnecken wohl fühlen.

Genau wie in einem Gemüsegarten können Schädlinge und Krankheiten auftreten. Blattläuse sind auch im Containergarten häufig anzutreffen, aber die größte Gefahr ist die Trockenheit.

Da ich einen Garten bearbeite und viel davon abhängt wann es noch einmal friert oder wie lange die Trockenperioden sind, ist das Thema Wetter wichtig für mich. Früher ohne Garten habe ich nach draußen geschaut und mich dementsprechend angezogen. Heute beobachte ich den Himmel und konsultiere den Wetterbericht. Das hilft mit beim Planen von Arbeiten wie Gießen, Ansäen oder Auspflanzen. Das gilt sowohl für einen Gemüsegarten wie auch für einen Containergarten. Sollten Nachtfröste angesagt sein, dann bleiben Paradeiser, Basilikum und andere wärmeliebende Pflanzen noch auf der Fensterbank.

Kleiner Tipp zum Düngen und Kompostieren: Auch im Containergarten kann man die sogenannte Flächenkompostierung umsetzen. Dazu werden gesunde Pflanzenreste und Küchenabfall minus Fleisch, Knochen und fetten Speisen einfach in der Erde der Container vergraben. Klarerweise funktioniert das nicht so gut wenn die Pflanzen bereits groß sind und man die Wurzeln beschädigen würde, jedoch kann man den Spätherbst und die Monate bis März, April nützen um Pflanzenmaterial einzugraben und so dem Boden Nährstoffe zuzuführen.

Was ich auf jeden Fall empfehlen kann ist ein Aussaatkalender. In solchen Kalendern findet man den idealen Zeitpunkt für das Vorziehen und Auspflanzen oder für die Direktsaat der Pflanzen. Es gibt ganz viele verschieden Aussaatkalender, ein Kalender den ich verwende ist von der Seite des Vereins „Arche Noah“ (www.arche-noah.at/files/aussaatkalender.pdf )

Ich hoffe, mit meinen Tipps ein bisschen zum Gelingen eures Gartenprojektes beitragen zu können, viel Spaß beim Garteln.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s