Histaminintoleranz – 10 Tipps für deinen Einkauf

Grundregel Nummer Eins – Selber Kochen

Wenn du bisher viele Fertigprodukte verwendet hast, ist es ratsam dich langsam an das Selbermachen zu gewöhnen. Koche selber, denn dann weißt du genau was du isst. Geschmacksverstärker, Farb- und Zusatzstoffe sowie viele der E-Nummern können Auslöser für Reaktionen sein und Histamin freisetzen. Auf diese Produkte solltest du daher nach Möglichkeit verzichten.

Selbst zu Kochen kann spannend sein, kann anregend sein und du wirst merken, dass es mit ein bisschen Übung auch Spaß macht. Vielleicht entdeckst du auch deine Leidenschaft gutes und histaminarmes Essen auf den Tisch zu bringen.

Eine genaue Liste von Lebensmitteln, die du nicht essen darfst, kann dir niemand in die Hand geben, denn bei jedem Betroffenen können die unverträglichen Lebensmittel andere sein. Es gibt Listen im Internet und in Büchern die dir weiterhelfen können, am Ende musst du aber sehr viel selbst austesten.

Grundregel Nummmer Zwei – Frischer ist besser

Es hilft sehr, stets den größten Wert auf die Frische aller Lebensmittel zu legen. Auf Lagerhaltung solltest du weitestgehend verzichten oder Lebensmittel einfrieren. Denn mit der Reife- und Lagerzeit steigt auch der Histamingehalt von Lebensmitteln an. Es ist grundsätzlich besser öfter einkaufen zu gehen und dafür alles frisch zu besorgen. Eine Lagerhaltung, ausgenommen in der Tiefkühltruhe, ist für Menschen mit Histaminintoleranz nicht nur schwierig sondern auch nicht ratsam. Je länger Lebensmittel lagern, desto mehr Histamin kann sich bilden. Ausnahmen sind hier unter anderem Trockenprodukte wie Mehl, Nudeln, Haferflocken, Reis, Zucker, Salz, Gewürze, Macadamianüsse, aber auch Fette, Apfelessig, Marmeladen, Erdäpfel, Zwiebel, Äpfel, pasteurisierte Säfte und vegane Käsesorten mit langer Haltbarkeit. Voraussetzung ist natürlich, dass man all diese Lebensmittel grundsätzlich verträgt.

Weitere Tipps und Tricks für den Einkauf von histaminarmen Lebensmitteln

  1. Das Wichtigste ist das Kochen mit frischen Zutaten. Danach richtet sich auch dein Einkaufszettel. Die meisten der Fertigprodukte enthalten entweder viel Histamin oder Zusatzstoffe die unverträglich sind.
  2. Du solltest unbedingt bei allen Produkten die Inhaltstoffe lesen. Ausnahmen sind Frischeprodukte ohne Angaben und solche Produkte die du genau kennst und gut verträgst.
  3. Nach der Diagnose Histaminintoleranz, hilft anfangs eine Liste mit verträglichen Lebensmitteln. Es kann dabei eine ausgedruckte Liste oder auch eine App auf deinem Handy helfen. Ich selbst verwende keine App mehr, da ich bereits genau weiß was ich kaufen kann. Nur bei einigen aussergewöhnlichen Zutaten muss ich noch nachschauen und das mache ich daheim vor dem Einkaufen. Hier ein paar Vorschläge von kostenlosen Handy-Apps die du ausprobieren kannst: „All I can eat“, „TIOLI“ oder „Frag Ingrid“.
  4. Im Geschäft gibt es ebenfalls einige Tricks. Zuerst solltet du immer gut auf das Verfallsdatum schauen und nur die frischesten Produkte wählen, bei denen das Datum noch möglichst lange nicht abgelaufen ist. Frische Produkte werden in der Regel hinten einsortiert, während vorne die älteren liegen. Frag auch eventuell in deiner Filiale, an welchen Wochentagen jeweils die Lieferungen eintreffen. Wenn vom gewünschten Artikel nur noch wenige Exemplare im Regal liegen, die zudem nicht mehr lange haltbar sind, kann es besser sein, den Kauf aufzuschieben, bis eine frische Lieferung eintrifft.
  5. Nimm keine Produkte aus dem Kühlregal die direkt unter dem Licht liegen, ganz vorn oder ganz oben platziert sind.
  6. Kaufe zuerst alles Andere ein und erst als letztes die verderblichen Kühlprodukte und Tiefkühlprodukte. Geh dann sofort zur Kassa.
  7. Gib verderbliche Frischprodukte in eine Kühltasche und bring sie schnell nach Hause. Bei längerer Transportdauer kannst du auch einen Kühlakku aus dem Tiefkühler mitnehmen.
  8. Zu Hause angekommen, solltest du schnell alle Lebensmittel aus der Kühltheke verräumen damit die Kühlkette nicht unterbrochen wird.

Viel Erfolg bei deinem nächsten Einkauf!

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