Novemberschwammerl

Hinter unserem Haus, ein kleines Stück die Straße hinauf, beginnt meine Spazierrunde. Ein Weg führt mich je nach Lust, Laune und Wetter circa eine Stunde durch den wunderschönen, vielfältigen Wald. Jeden Tag kann ich etwas Neues entdecken und es ist immer wieder anders.

Da ich leidenschaftliche Schwammerlsucherin und -finderin bin, schaue ich natürlich nicht auf den Weg, meine Augen flitzen von links nach rechts, den Waldboden absuchend. Und tatsächlich finde ich auch fast immer diverse Pilze und Schwammerl. Manche sind essbar und kommen mit, andere sind ungenießbar oder sogar giftig und werden höchstens fotografiert. Das macht besonders Sinn wenn ich auf unbekannte Pilze stoße.

Austernseitling

Heute war ich besonders erfreut, der umgefallene Baumstamm weit oben im Wald hat die ersten Austernseitlinge hervor gebracht.

Steinpilz

Steinpilze sind natürlich besonders fein und gern gesehen. Heute waren es zwei, einer war leider schon sehr madig und blieb im Wald.

Parasol

Parasolpilze sind leicht zu erkennen und schmecken sehr gut wenn sie paniert und in Öl heraus gebacken werden. Ich hatte heute wirklich Glück und habe genügend Parasol gefunden um daraus ein Abendessen zu zaubern. Das Besondere an diesen Pilzen ist der geringe Gehalt an Histamin. Dadurch werden sie auch von Menschen mit Histaminunverträglichkeit gut vertragen. Leider bekommt man sie nicht zu kaufen und muss selbst in den Wald gehen und suchen.

Parasol
Fliegenpilz

Fliegenpilze wachsen bei uns in der Nähe von Stainz gerade zu Hauf‘. Leider als Speisepilz ungeeignet aber wenigstens schön für das Auge. Wenn alles so wachsen würde wie die schönen Fliegenpilze, das wär‘ was. Da hätten wir jeden Tag Schwammerlsauce, Schwammerlreis, Schwammerlgulasch, Schwammerlstrudel, Schwammerlsuppe,…

Und hier darf ich euch noch zwei Pilze zeigen, die vielleicht nicht so bekannt sind, aber sicherlich auch sehr feine Speisepilze sind. Zum einen der eher bekannte Edelreizker mit dem orangen Hut und grünen Farbtupfern. Sein Erkennungszeichen ist die orangefarbene Milch die an allen Bruchstellen sofort austritt.

links: Rotfußröhrling, rechts: Edelreizker.

Zum anderen ist es der Rotfussröhrling, der dem Maronenröhrling ähnelt. Sein Erkennungszeichen sind die roten Verfärbungen am Hut und Stiel und sein deutlich gelbes Pilzfleisch.

Feuersalamander

Und den Kleinen kennt ihr sicher alle, definitiv kein Pilz, aber sehr lieb. Ich freue mich immer wenn mir so ein hübscher Salamander über den Weg läuft.

Ein ganz wichtiger Hinweis noch zum Sammeln von Pilzen: wie immer gilt, sammle nur was du absolut sicher erkennst und bestimmen kannst! Geh mit einer erfahrenen PilzsammlerIn in den Wald bis du die verschiedenen Pilzsorten auch alleine bestimmen kannst. Nimm Bücher und das Internet zu Hilfe und wenn du unsicher bist, lass die Pilze stehen. Merke dir die ungenießbaren Pilze und ganz besonders wichtig – die giftigen Pilze.

Ich wünsche dir eine gute Woche. Viel Vergnügen im Wald beim Schwammerlsuchen.

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