Histaminintoleranz und Gemüse

Gemüse, Gemüse, Gemüse. Jeder kennt es, jeder braucht es, fast jeder isst es. Doch auch Gemüse kann viel Histamin enthalten, es kommt immer drauf an, welches Gemüse wir wählen. Dass bei einer Histaminunverträglichkeit Paradeiser vermieden werden müssen, ist vielen Betroffenen bewusst, aber dass es ebenso auf die Lagerung und die Zubereitung vieler verträglicher Gemüsesorten ankommt, gehört eventuell noch nicht zum Allgemeinwissen.

Hier ist ein kleiner Ratgeber um sich im Histamin-Gemüsegarten zurecht zu finden. Ich habe die für mich gängigsten Sorten hier angeführt, doch gibt es sicher noch viele die ebenso geeignet sind. Wenn du Gemüse nicht frisch kaufen kannst, dann bevorzuge stets Tiefkühlware, denn durch den Tiefkühlprozeß wird die Bildung von Histamin fast gänzlich gestoppt. Wichtig ist beim Auftauen von allen Tiefkühlprodukten ein schnelles Auftauen. Es wird generell bei einer Histaminunverträglichkeit empfohlen Lebensmittel nie über Nacht im Kühlschrank auftauen zu lassen.

Wie immer gilt es, die individuellen Verträglichkeiten und Toleranzgrenzen selbst auszutesten. Listen im Internet geben Hinweise, können aber die eigenen Reaktionen auf gewisse Lebensmittel nicht immer vorhersagen.

  • Brokkoli, Karfiol, Romanesco
  • Weißkraut, Rotkraut
  • Zucchini, Kürbis, Gurke
  • Zuckermais
  • Rote Rüben
  • weiße Zwiebel
  • gelbe Zwiebel, angeröstet
  • Grünkohl
  • Spargel, grün, lila und weiß
  • Radieschen
  • Fenchel
  • Artischocken
  • Bohnschoten
  • Paprika
  • Blattsalate (ausgenommen Asiasalate, Rukola)
  • Karotten
  • Erdäpfel, Süßkartoffeln
  • Paradeiser
  • Melanzani
  • Hülsenfrüchte (daher auch alles mit Sojabohnen)
  • Oliven
  • eingelegtes Gemüse (Sauerkraut, Essiggurkerl,..)
  • Spinat
  • Kohlsprossen
  • Rukola
  • Senfarten
  • Erbsen
  • Mangold
  • Lebensmittel möglichst frisch verwenden, jede Lagerung erhöht den Histamingehalt der Produkte.
  • Tiefkühlprodukte schnell auftauen (gleich verwenden und damit kochen, heißes Wasserbad, Backofen oder Mikrowelle).
  • Gerichte nach Möglichkeit nicht lange aufheben und nicht aufwärmen.
  • Speisen nicht zu stark würzen, vor allem schwarzer Pfeffer und Chili können die Aufnahme von Histamin aus der Nahrung begünstigen.

Auf der Seite der Schweizerische Interessengemeinschaft
Histamin-Intoleranz (SIGHI) findest du noch ausführlichere Informationen über die einzelnen Lebensmittelgruppen.

https://www.histaminintoleranz.ch/de/therapie_histaminpotential.html

Bis zum nächsten Mal.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s