Baden ohne Chemie

DIY Badebomben

Der erste Versuch Badebomben selbst zumachen, ging ein bisserl daneben. Nicht, dass es keine Badebomben wurden, es wurde halt nur eine, nicht mehrere schöne, runde Kugeln wie geplant. Eine kleine Badebombe zerbröselte beim Hinschauen, eine mittlere war zu fest in der Form und war nur als halbierte Badekugel zu entfernen und das Herz aus der Silikonform (Rest der Masse hineingedrückt) weigerte sich sowieso in irgendeiner Form zu bleiben und bröselte mir entgegen. Aber es ist keine Natron-Zitronensäure-Speisestärke-Zaubererin vom Himmel gefallen und so werde ich mich weiter tapfer in der Kunst des Badebombenmischens üben. Und das Gute am heutigen Versuch: auch die formlosen Brösel haben mein Badewasser mit Sprudel und Duft bereichert.

Der zweite Versuch gelang dann ein bisschen besser. Halbkugelige Bömbchen aus einem Plastikeierbehälter haben ihre Festigkeit behalten und sind zu Weihnachtsgeschenken geworden. Beduftet mit Eukalyptusöl sind diese Badebomben ideal für ein Erkältungsbad. Das nächste Mal werde ich mehr ätherisches Öl verwenden, denn der Duft war mir nach zwei Wochen Lagerung nicht stark genug.

In dieser Anleitung war angegeben die trockenen Zutaten zu vermengen und dann mit den flüssigen Zutaten zu vermischen. Rezepte gibt es im Internet zu hauf, hier sind die Mengenangaben.Ich habe weiter experimentiert, mit leicht angepasstem Mischen hat es beim dritten Mal besser geklappt.

200g Natron, 100g Zitronensäure, 50g Speisestärke, 1TL Kokosöl, 2 TL Wasser, Lebensmittelfarbe, ätherisches Öl

Badebomben … dritter Versuch

Der heutige Versuch hat wirklich gut funktioniert, obwohl die Zutatenmengen gleich bemessen waren. Der Trick war vielleicht die Reihenfolge der Verarbeitung bzw. habe ich dieses Mal Rapsöl verwendet und nicht Kokosöl. Heute habe ich die kleineren Formen nicht verwenden können, denn am Ende konnte ich die Badebombe nicht im Ganzen aus der mittleren Form lösen. Auch habe ich mich entschlossen kein ätherisches Öl dazu zu geben, das kann ich dann immer noch beim Einlassen des Badewassers hinzufügen. Da es sich anscheinend verflüchtigt, würde ich es sonst sehr hoch dosieren müssen.

Natron, Speisestärke und Öl

Natron und Speisestärke zusammen mit 30g Pflanzenöl und der in Wasser gelösten Lebensmittelfarbe gut vermengen. Danach die Zitronensäure mit den Händen gründlich untermischen. Sobald die Farbe gleichmäßig erscheint, ist die Mischung ausreichend homogen. Danach in Badebombenförmchen füllen. Dazu habe ich circa ein Drittel der beiden Halbkugeln gefüllt und das Pulver fest reingedrückt. Dann den Rest auffüllen und die Halbkugeln zusammen pressen, dabei ein bisschen drehen, bis die Formen gut zusammenpassen.

Übung macht den Meister, beim Selbermachen kommt man ganz schnell drauf wie es am Besten geht, die Beschreibung klingt komplizierter als es wirklich ist.

Die fertige Kugel vorsichtig aus der Form lösen, danach kann bereits die nächste Kugel geformt werden.

grüne Lebensmittelfarbe als Sprenkel in den fertigen Badebomben

Nach dem Trocknen luftdicht lagern. Eine Badebombe ins eigene Wasser, ein paar Tropfen Duft dazu und entspannen ist herrlich. Auch als Geschenk sind die Badebomben ideal.

Badesalz

Badesalz ist ein wirklich angenehmer Badezusatz, leicht selbst herzustellen und ohne künstliche Farb- bzw. Duftstoffe. Ein Solebad regt den Kreislauf an und je nach verwendeten Zusätzen kann es pflegen (Pflanzenöle) und anregen oder auch entspannen (ätherische Öle wie Pfefferminze, Melisse, Lavendel,..)

Herstellung

Grobes Meersalz mit ätherischem Öl und Lebensmittelfarbe – hier rot und grün – gründlich mischen, je nach Feuchtigkeitsgehalt (durch Lebensmittelfarbe in Wasser gelöst) ein paar Tage trocknen lassen und abpacken oder gleich verwenden. 100g pro Wanne reichen völlig aus. Am Besten gleich selber ausprobieren oder in schön verpackt jemandem eine Freude machen.


2 Gedanken zu „Baden ohne Chemie

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