Löwenzahn, Vogelmiere, Giersch und Co.

Auf Spaziergängen finde ich viele Wiesenkräuter, die ich hier vorstellen möchte.

Im Laufe der Jahre habe ich mir Wissen über diese Pflanzen angeeignet – von meiner kräuterwissenden Mutter und aus Büchern, durch Internetrecherchen- und weiß, dass viele der Wildpflanzen nicht nur essbar sondern um ein Vielfaches besser für unsere Gesundheit sind als gekaufte, lang gelagerte, zu Tode gekochte, konservierte, ewig lang transportierte „Lebensmittel“. 

Nicht nur draußen auf den Wiesen, auch in unseren Gärten wachsen die „Un-“ oder „Beikräuter“ , die wir nützen und verspeisen können. Allen voran der Löwenzahn.

Löwenzahn, Schafgarbe, Gänseblümchen, Giersch, Taubnessel

Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia)

Auch Kuhblume, Butterblume, Kettenblume, Pusteblume, Hundeblume, Wucherblume, Saublume, Lichterblume, Hundskamille genannt. Im Englischen heisst er „dandelion“, im Spanischen „diente de león“, was beides übersetzt „Zahn des Löwen“ heisst.

Vielen Österreichern ist der goldgelb blühende Löwenzahn neben seinem Vorkommen in den meisten Wiesen, auch als Röhrlsalat bekannt. In den Blumen- und Gemüsebeeten ist er zwar lästig und nicht willkommen, doch zusammen mit gekochten Erdäpfeln, Essig und Öl zubereitet, ist der Salat im Frühjahr eine Delikatesse und noch dazu ausgesprochen gesund. Löwenzahn ist vitaminreich, enthält um ein Vielfaches mehr an Vital- und Mineralstoffen als zum Beispiel normaler Blattsalat. Die Blätter enthalten beispielsweise viel Kalium (50g Blätter circa 240mg), Magnesium, etwas Kalzium und verschiedene Bitterstoffe, die sich positiv auf die Magensaft- und Gallensaftproduktion auswirken. Weitere Inhaltsstoffe sind ätherische Öle, Flavonoide, Schleim- und Gerbstoffe, Zuckerstoffe, Inulin, Inosit sowie Carotinoide. Die Kombination der Inhaltsstoffe soll entgiftende und appetitanregende Eigenschaften haben. Doch hervorstechend ist die harntreibende Wirkung. Nicht umsonst heisst der Löwenzahn im Französischen „pissenlit“ (piss ins Bett).

Zubereitung

Im Frühjahr die Rosetten mit den jungen, gezahnten Blättern des Löwenzahns mit einem Messer ausstechen. Am besten noch vor Ort die anhaftende Erde, beschädigte, welke oder kaputte Blätter entfernen und die Ernte in einen Korb legen. Zuhause gut waschen, bei Bedarf zerkleinern und zusammen mit gekochten, am besten noch warmen, kleingeschnittenen Erdäpfeln mischen. Mit einer Marinade aus Essig, Salz und Kernöl abmachen, nach Belieben mit Knoblauch verfeinern und circa 20 Minuten ziehen lassen. Wem der Salat alleine zu bitter ist, der kann die Blätter auch jedem gemischten Salat untermischen. Auch wässern für ca. 15 Minuten nimmt dem Salat ein wenig vom Bitteren.

Als Alternative zum Kernöl bietet sich eine Marinade mit süßem Senf und gutem Olivenöl an, wer mag kann sogar Obststücke oder Schafkäse untermischen.

Eine andere Anwendungsmöglichkeit für Löwenzahn ist der Sirup, der aus den Blüten und Zucker hergestellt wird. Dieses Rezept werde ich vorstellen, wenn der Löwenzahn blüht.

Dass der Löwenzahn nicht nur uns Menschen schmeckt, seht ihr hier, ich sammle öfter Blätter für meine Hendln und sie stürzen sich drauf…

Löwenzahn für meine Hühnerschar

Ich musste ziemlich viele Fotos schießen, denn die Meute ist recht neugierig.


Ein Gedanke zu „Löwenzahn, Vogelmiere, Giersch und Co.

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